Der Münchener Olympiapark

Der Münchener OlympiaparkNeben dem englischen Garten ist der Olympiapark eines der größten Naherholungsgebiete in München. Obgleich er nur wenige Meter vom vielbefahrenen Mittleren Ring entfernt ist, findet man hier Ruhe und Erholung. In nur zehn Minuten ist der Olympiapark vom Stadtzentrum aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht.

Ansicht des Olympiageländes mit Olympiaturm 

Dort, wo 1972 die XX. Olympischen Spiele stattfanden, geht es heute sehr beschaulich zu. Eine grüne Idylle gibt es hier aber noch nicht so lange. Zwischen 1925 und 1939 befand sich hier Münchens erster Flughafen Oberwiesenfeld. Schon weitaus länger wird das Gelände militärisch genutzt. Selbst heute befindet sich neben dem Olympiapark noch das Bundeswehrverwaltungszentrum und das Kreiswehrersatzamt.

Militärischer Bereich: Noch heute befindet sich auf dem Gelände des Bundeswehrverwaltungszentrum

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gelände verwendet, um die Trümmer und den Schutt der zerstörten Häuser zu lagern. Die höchste Erhebung des Geländes - der Olympiaberg - ist also keineswegs natürlichen Ursprungs, sondern er besteht aus Trümmern und wurde erst später begrünt. Ein Schild weist auf die Geschichte des Berges hin.

Hinweisschild: Der Olympiaberg ist aus Trümmern entstanden 

Etwas Besonderes sind solche auf Schuttbergen errichtete Grünanlagen jedoch nicht: Auch der Berliner Teufelsberg - ebenfalls ein beliebtes Erholungsgebiet - ist eigentlich ein Trümmerberg.

Die Wege durch den Olympiapark sind zumeist asphaltiert oder mit Kopfsteinpflaster gebaut und gut begehbar. Breite Wege können zudem mit dem Fahrrad befahren werden.

Gut ausgebaute Wege

Vom Olympiaberg auf 567 Metern Höhe (relative Höhe des Berges ist 50 Meter) hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt, bei sehr gutem Wetter kann man sogar die Zugspitze sehen. Auch bei schlechtem Wetter sieht man die Frauenkirche.

Blick in das Stadtzentrum

Blick vom Olympiaberg 

Noch bessere Aussicht hat man vom 291 Meter hohen Olympiaturm. In etwa 190 Metern Höhe befindet sich eine mehrgeschössige Aussichtsplattform mit Restaurant. Im obersten Geschoß ist eine offene Plattform, die bei gutem Wetter betreten werden kann. Der Eintritt kostet 4,00 Euro (ermäßigt 2,50 Euro).

Der 291 Meter hohe Olympiaturm

Herzstück im Park ist das Olympiastadion, in dem neben Fußballspielen auch Musikveranstaltungen stattfinden. Architektonisch interessant ist hier besonders das elegante Dach des Stadions.

Olympiastadion 

Durch den Olympiapark zieht sich der Olympiasee, der ebenfalls künstlich angelegt wurde. Genauer gesagt handelt es sich lediglich um den Nympfenburg-Biedersteiner Kanal. Auch abseits des Sees ist dieser Kanal schön anzuschauen.

Nymphenburg-Biedersteiner Kanal

Im Westen des Parks befindet sich die Event-Arena, früher auch als Olympic Spirit bezeichnet. Hier gibt es regelmäßig Ausstellungen.

Event-Arena 

Den Olympiapark erreicht man aus jeder Richtung. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man in gerade mal zehn Minuten auf dem Olympiagelände.

  • Tram 20/21 bis Haltestelle Olympiapark West
  • U3 bis Bahnhof Olympiazentrum
  • Tram 27 bis Gartenstraße oder Petuelring

Früher gab es noch einen S-Bahnhof Olympiastadion, dieser ist jedoch heute stillgelegt. Die Tram-Haltestelle an der Ackermannschleife ist noch vorhanden, wird aber nur bei Störungen im Netz als Wendeschleife oder bei Veranstaltungen genutzt.

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