CIR-ELKE in Transport Tycoon
Das Spiel Transport Tycoon Deluxe gibt es nun schon seit über 10 Jahren. Doch es wird auch heute noch gespielt. Aktuelle Versionen verwenden allerdings Erweiterungen mit Hilfe von TTDPatch oder OpenTTD, die dem Spiel eine Menge hilfreicher oder schön anzusehender Optionen hinzufügen. Eine recht lustige Funktion möchte ich heute vorstellen: Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit von TTD-Strecken.
Hinter der Abkürzung CIR-ELKE versteckt sich die klingende Bezeichnung “Computer Integrated Railroading - Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Kernnetz”. Doch wie funktioniert das?
Gewöhnlich wird nach dem Block-Prinzip gefahren. Blöcke werden durch Signale getrennt und in jedem Block darf sich nur ein Zug zur gleichen Zeit befinden.

Die Durchlassfähigkeit einer Strecke ist somit abhängig von der Länge der einzelnen Blöcke. Dieses Verfahren wird auch bei der “richtigen” Bahn vom Prinzip her so angewandt: Da die Bremswege von Zügen bis zu einem Kilometer lang sind, können die Blöcke jedoch nicht beliebig kurz gemacht werden. Genau hier setzt CIR-ELKE an. Da über einen Linienleiter im Gleis ständig mit dem Zug kommuniziert werden kann, ist es möglich, die Blockabstände sehr klein zu halten und “dynamische Blöcke” zu erstellen.
Und wie sieht die Umsetzung in Transport Tycoon aus?

Das Bild zeigt es: Die Züge fahren hintereinander weg, ohne dass Signale eine Einteilung in Blöcke vornehmen. Doch natürlich ist hier ein wenig geschummelt, denn eine Unterstützung für CIR-ELKE bietet Transport Tycoon freilich nicht. Es handelt sich hier um unsichtbare Signale, die im Abstand von jeweils einer Kachel aufgestellt wurden.

Dadurch, dass in diesem Beispiel nur Formsignale versteckt werden, können die Lichtsignale in Kombination weiterhin verwendet werden. Beim Verstecken bleiben dann nur die Lichtsignale sichtbar stehen.

Doch wie wird nun diese Unterstützung in OpenTTD oder TTDPatch eingebaut? Die Lösung ist einfach: Ich habe die Signal-GRF-Datei so modifiziert, dass die deutschen Formsignale nicht dargestellt werden. Über die Konfigurationsdatei von OpenTTD oder TTDPatch wird dann diese neue Datei ausgewählt, so dass diese Signale statt den ursprünglichen benutzt werden.

Möchte man hingegen die Signale wieder anzeigen - zum Beispiel um eine Strecke umzubauen - so kann die Referenz auf die Datei einfach wieder gelöscht oder auskommentiert werden.

Installation
Die Datei cirelke.grf muss einfach nur in das entsprechende Verzeichnis kopiert werden:
data bei OpenTTD
newgrf bei TTDPatch
Lizenz
Wie auch die originale signalsw.grf-Datei unterliegt die cirelke.grf der GNU General Public License (inoffizielle deutsche Übersetzung).
Dieses unscheinbare Paket wäre nicht ohne die Projekte TTDPatch, OpenTTD sowie die vielen grafischen Spielereien von Michael Blunck entstanden.
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1 Kommentar »
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domi sagt:
2. Juni 2007 @ 1:24
Die theoretische neuere version heißt Locomotion und sieht besser aus.