München bekommt eine neue Tram - Teil III
Parkstadt Schwabing, so wird das neue Wohn- und Gewerbegebiet zwischen Schwabing und Milbertshofen offiziell genannt. Lebenswert soll sie sein, mit viel Grün und mit einer guten Verkehrsanbindung durch die Tram 23. Schienenverkehr ist in dieser Gegend nichts neues, gab es doch früher eine Güterbahnverbindung, auf deren Trasse nun die Tram rollen soll. Nach den Teilen I (Betriebsstrecke) und II (Münchner Freiheit - Parzivalplatz) beschreibt dieser dritte Teil nun den Streckenverlauf der Tram 23 in der zukünftigen Parkstadt selbst. Man darf gespannt sein, wie sich gerade dieses Gebiet in den nächsten Jahren verändern wird…

Die Karte zeigt den nördlichen Abschnitt der Tram 23 zwischen Parzivalplatz und Funkkaserne West [Quelle: MVG].
Ein paar Worte vorweg: Da das zur Parkstadt ausgewiesene Gebiet noch zu großen Teilen aus Baustellen und Industrieanlagen besteht, ist nicht die gesamte geplante Trasse zugänglich. Daher muss ich in diesem Artikel den aus den Teilen I und II gewohnten Weg verlassen und zeige nur ausgewählte Orte.
Wir unterscheiden die eigentliche Parkstadt Schwabing, die sich südlich der Domagkstraße befindet und das Städtebauliche Entwicklungsgebiet Domagkstraße. Letzteres befindet sich hauptsächlich auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne.
Beginnen wir an der Domagkstraße mit einem Blick in Richtung der Parkstadt Schwabing. Baustellen und wenige Neubauten prägen hier das Bild.

Ein Blick in Richtung Süden von der Domagkstraße.

Statt Häusern prägen hier noch Baugruben die Landschaft.
Die Trasse der ehemaligen Industriebahn ist noch als solche zu erkennen. Bald werden hier die Trambahnzüge im 10-Minuten-Takt fahren.

Das derzeit einzige Verkehrsmittel in dieser Gegend ist der Metro-Bus 50. Durch die lange Streckenführung zwischen Moosach und Johanneskirchen und durch das Nadelöhr Föhringer Ring ist diese Linie besonders zu den Hauptverkehrszeiten anfällig für Verspätungen.

Ein Blick auf die Trasse der Tram von der Unterführung Domagkstraße aus.

Einige wenige Relikte der alten Güterbahn lassen sich noch finden, wenn man genau hinsieht.

Lassen wir abschließend nochmal einen Blick über die zukünftige Parkstadt schweifen, bevor wir uns der Funkkaserne zuwenden.

Zwischen der Domagkstraße und dem Frankfurter Ring befindet sich die ehemalige Funkkaserne.
Gebaut zwischen 1936 und 1938, wurde sie nach dem zweiten Weltkrieg durch die US-Army übernommen und ein Flüchtlingslager eingerichtet. Im April 1956 übernahm die Bundeswehr sie als erste Kaserne in München, zunächst mit 184 Soldaten. Ab 1993 wurde die Funkkaserne Stück für Stück aufgelassen. Auf dem Gelände fanden Ateliers, Werkstätten und Clubs ein neues Zuhause. Im Januar 2006 übernahm die Stadt München die rund 24 Hektar große Funkkaserne. Bis Ende 2007 können die Künstler noch die Gebäude nutzen, ab 2008 wird die Kaserne vollständig geräumt und mit dem Abbruch begonnen.

Die folgenden Bilder zeigen einige Impressionen von der ehemaligen Funkkaserne.



Beenden wir den Rundgang mit einem Blick auf den Frankfurter Ring, auch dieser ist auf Höhe der Kaserne nur mit dem Bus erschlossen. Im Bild naht der Stadtbus der Linie 143 nach Studentenstadt.

Zum Abschluss noch ein Blick vom Frankfurter Ring zur ehemaligen Industriebahn. Etwa hier wird sich in einigen Jahren die Wendeschleife der Straßenbahn befinden. Doch auch die Bebauung drumherum wird sich grundlegend ändern.

Damit endet die dreiteilige Reihe zur Tram 23. Eine Fortsetzung folgt hoffentlich, wenn dieselbe Strecke in einigen Jahren auf Schienen zurückgelegt werden kann…
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Tram23-Blog » Blog Archiv » Blog gestartet sagt:
4. Januar 2007 @ 20:20
[...] http://www.smartcoder.net/index.php/585/munchen-bekommt-eine-neue-tram-teil-iii/ [...]