Die Geschichte wiederholt sich
Knapp ein halbes Jahr ist es nun her. Ein Falschparker ließ sein Auto mitten auf der Hohenzollernstraße stehen. Die Folge war, dass der Bus der Linie 53 nicht weiterfahren konnte, bis das Auto aus dem Weg geschafft war. Ja und heute?
Wie gesagt, die Geschichte wiederholt sich. Wieder war es ein Bus der Linie 53, der nicht seinen gewohnten Linienweg fahren konnte. Wieder war es ein Auto, das sich so dermaßen ungünstig in den Weg stellte.
Und wieder einmal war es ein schöner 20-minütiger Fußweg, der auf diese unliebsame Störung folgte. Und wieder einmal hat es der Busfahrer nicht geschafft, mal schnell in sein Mikro zu sprechen, um die Fahrgäste zu informieren.
Diesmal steht das Auto am Straßenrand, durch die Baustelle ist die Weiterfahrt dennoch nicht möglich
Ausreden gibt’s übrigens nicht: Ein Verkehrsschild weist ausdrücklich auf die Baustelle und den freizuhaltenden Platz hin.
Der zwanzig Minuten später verkehrende umgeleitete Bus konnte dann am Hohenzollernplatz erreicht werden…
8 Kommentare »
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Bert sagt:
12. September 2006 @ 22:26
Wenn ich nachrechne, müsste es ein 18-minütiger Fußweg gewesen sein. Vielleicht hätten auch zwei alte Damen das Auto weg schieben können.
Bert
Bluemeus sagt:
13. September 2006 @ 13:16
wie geil. einfach schön … ^^
Um welche Uhrzeit war das? sieht so dunkel aus.
Daniel Schuhmann sagt:
13. September 2006 @ 13:59
Das Bild entstand gegen 21:15 Uhr.
Frederik(Tube) sagt:
13. September 2006 @ 18:03
Gibts da nicht Geld zurück???
Daniel Schuhmann sagt:
13. September 2006 @ 18:40
MVG-Garantie: Machtlos sind wir gegen verstopfte Straßen, extreme Wettersituationen, Falschparker, Unfall, Streik und andere unvorhersehbare Ereignisse.
Also kein Geld zurück, denn die MVG kann ja nichts dafür.
Andreas sagt:
14. September 2006 @ 22:46
Oh doch, die MVG kann sehr wohl was dafür, wenn man es argumentatorisch drauf anlegt: Sie setzt vom Individualverkehr zwangläufig mitbeeinflusste Systeme ein, voll wissentlich, da sie ja genau diesen Fall ja in der Garantie ausschließt, ähnlich wie die Hochwasserversicherungen, die nur Leute bekommen, die auf’m Berg wohnen. Daher ist die MVG auch dafür mitverantwortlich, dass der Bus nicht angekommen ist. Die U-Bahn oder die S-Bahn wird selten durch Falschparker aufgehalten… *grins & duck*
So, jetzt hab’ ich’s mir endgültig verscherzt. *lol*
Hans Walter Künzle sagt:
15. September 2006 @ 22:08
Leider ist es so, dass PKW Fahrern eigentlich nicht bewusst ist, wieviel ein Bus an Verhehrsfläche benötigt. Was leider nur schwer auf dem Foto zu erkennen ist, dass ebenfalls auf der linken Seite des Linienbus parkierte Autos stehen.
Somit ist durch den Ueberhang des Busses ein abschwenken nicht möglich.
Da ich selber solche und andere Busse fahre, kenne ich dieses Problem nur zu gut.
Robert sagt:
2. April 2007 @ 15:26
Ich gebe Andreas recht: Die MVG kann etwas dafür!
Ich habe mit Kauf eines Fahrscheins für die Erbringung der Leistung: “Transport von A ab XX:XX Uhr nach B bis XX:XX Uhr” bezahlt. Diese Leistung ist nicht erfüllt. Mein Vertragspartner ist die MVG.
Eine Klausel, wie in den Allgemeinen Tarif und Beförderungsbedingungen angegeben ist unwirksam, wenn die MVG nicht alles “in ihrer Macht stehende” unternimmt, um eine Vertragsnichterfüllung aus diesen Gründen zu vermeiden.
Soll heißen: Die MVG darf solche Situationen, auch wenn sie diese nicht vorhersehen kann oder angeblich machtlos gegenüber steht, nicht zum Anlass nehmen, die Vertragsleistung nicht mehr zu erfüllen. (Leider nimmt sie diese Situationen aber - wie jedes andere EVU - gerade wohl und immer häufiger zum Anlass dazu, ganze Linien ausfallen zu lassen etc….)
Es muss also durch die MVG alles getan werden, damit die Vertragsleistung dennoch ausreichend und angemessen erfüllt ist. Dies kann z.B. kurzfristig durch Bereitstellen von Ersatzbussen, Zusatzbussen (bei Stau) oder auch durch Einsatz von Sammeltaxen geschehen. Langfristige Lösungen sind z.B. Busspuren im Straßenverlauf (siehe Meinung von Andreas) oder fahrzeuggesteuerte Ampelsysteme etc.
Jedoch ist dieses Thema ein endloser Streit, ausgelöst durch eine Eisenbahnverkehrsordnung aus der Zeit, wo Eisenbahner noch Beamte waren und Teile Deutschlands noch von Königen regiert wurden. Diese Verordnungen sind derart lobbyistisch in unserer Politik persistiert, dass auch sarkastisch anmutende “Kundenchartas” keine Lösung bringen können.
Meint,
Robert