Stuttgart mit der Bahn - Invasion der Fuzzis

Stuttgart mit der Bahn - Invasion der FuzziesEine Fahrt mit der Bahn nach Stuttgart stand am diesjährigen Dreikönigstag auf dem Programm. Besonders der planmäßige Einsatz von S-Bahn-Zügen der Baureihe 420 lockte - diese sind in München bereits länger nahezu ausgestorben. Zusätzlich galt es auch den Stadtbahnzügen einen Besuch abzustatten. Und natürlich darf das Ganze nichts kosten, die Anreise erfolgte also mit dem (nicht gefälschten) Wochenendticket.

Die Gruppengröße erwies sich als sehr unökonomisch: Mit 6 Personen kamen wir über die “kritische Grenze”, somit waren zwei der Tickets notwenig. Zwar hatten noch mehr Personen ihr Interesse angemeldet, doch diese zogen eine (langweilige) Anreise mit dem Fernverkehr vor.

Invasion der Fuzzies

Wir selbst waren gut ausgerüstet. Alex versorgte uns mit hervorragenden Reiseplänen, die eine An- und Abreise über verschiedenste Wege vorsahen. Mit dem Titel “Invasion der Fuzzis” war alles gesagt. Auf nach Stuttgart. “Wir können alles - außer schwäbisch.”

 

Gewappnet für jede Störung fanden wir uns gegen 5:30 Uhr am Hauptbahnhof ein, wo unser Zug um 5:51 Uhr abfahren sollte. Gleis 31 außerhalb der Halle, der n-Wagen direkt hinter der Lok war unserer. Die Fahrt sollte nicht langweilig werden. Zwar hatten viele die Nacht zuvor durchgemacht, doch an schlafen war nicht zu denken. Denn Boris las spannende Geschichten aus dem Buch “Der Dienst am Bahnübergang” mit Fahrdienstleiter Hinz und Schrankenwärter Kunz. Eine spannende Pflichtlektüre, die uns alle wachgehalten hat.

Der Dienst am Bahnübergang

Einzig das Fenster konnten wir auf der Fahrt nicht öffnen, der Zugführer war “allergisch dagegen, ganz besonders bei diesem Wetter”. Dass es nicht regnete und wir alleine im Großraum waren, interessierte ihn dabei nicht sonderlich.

Nach dem Umstieg in Memmingen ging es - wiederum mit n-Wagen - weiter nach Ulm, wo wir eine kleine Mahlzeit einnahmen. Dort war bei schlechtem Wetter auch die V60 im blau-beigen Lack zu bestaunen.

365 143 in blau-beige 

Kurze Zeit später ging es in modernsten Doppelstockwagen (in denen es unmöglich ist zu schlafen) weiter nach Stuttgart. Wir waren pünktlich.

Zunächst erkundeten wir das S-Bahnnetz mit besonderem Augenmerk auf den Zügen der Baureihe 420.

420 914 als S2 nach Schorndorf

420 478 als S6 nach Weil der Stadt am Bahnhof Feuerbach

Begegnung zweier 420 nahe Feuerbach 

Danach ging es mit den Stadtbahnwagen quer durch Stuttgart und wieder zurück.

Anzeige an der Haltestelle Feuerbach Bhf

DT8 bei der Einfahrt in den Bahnhof Feuerbach

Die Stuttgarter Stadtbahnwagen stellten sich als sehr bequem heraus, auch der Lauf der Fahrzeuge ist sehr ruhig, die Geräusche sind angenehm. Die verglaste Fahrerkabine gestattet den freien Blick nach draußen und sorgt für mehr Sicherheit bei den Fahrgästen.

Dem Fahrer über die Schulter geschaut

Innenraum der DT8-Züge ohne Wagenübergang

Blick in den Fahrerstand eines DT8

Zwei besondere Attraktionen hält Stuttgart für Eisenbahnfans bereit: Eine Standseilbahn und eine Zahnradbahn.

 

Beide werden von den SSB betrieben und sind in den Verbundtarif eingegliedert. Die Seilbahn verkehrt hierbei als SSB-Linie 20.

Wagen 1 der Standseilbahn im Talbahnhof

Blick auf die Strecke

Begegnung mit Wagen 2

Die Zahnradbahn - von den Stuttgartern “Zacke” genannt - fährt als Straßenbahnlinie 10 vom Marienplatz nach Degerloch.

Zacke mit Fahrradanhänger am Marienplatz

Zahnstange am Marienplatz

Die extreme Steigung wird am Bahnhof Wielandshöhe deutlich.

Steigung in Wielandshöhe

Spezielle Konstruktion einer Zahnradweiche

Blick von der Wielandshöhe über Stuttgart 

Der Aufenthalt auf der Wielandshöhe ließ Zeit für ein Gruppenbild.

Gruppenbild auf der Wielandshöhe 

Quelle: Alexander Hauptmann

Nachdem es dunkel wurde, fuhren wir noch einige Runden mit der S-Bahn, so dass in Schorndorf dieses Bild entstehen konnte:

420 906 in Schorndorf

Danach sollte es über Kempten mit dem Alex zurück nach München gehen. Doch der RegionalExpress, der uns von Ulm nach Memmingen bringen sollte, fiel aus, so dass wir uns für eine Rückfahrt über Augsburg entschieden. Nach der Ankunft in Augsburg folgte die Ernüchterung: Statt des erhofften sofortigen Anschlusses war eineinhalb Stunden langes Warten angesagt. Wir suchten den Service Point auf und erhielten nach telefonischer Rücksprache mit dem Bahnhof Ulm die Berechtigung, den ICE 693 ohne Aufpreis bis München zu nutzen. Alles in Allem bescherte uns das eine Verspätung von gerade einmal 20 Minuten und dazu 45 Minuten Fernverkehrskomfort.

ICE 693 nach München

Auf nach München!

Glücklich treten wir den letzten Abschnitt unserer Heimreise an.

Glücklich treten wir den letzten Abschnitt unserer Heimreise an 

Quelle: Alexander Hauptmann

5 Kommentare »

  1. JeDi sagt:

    17. Januar 2007 @ 19:28

    >”Wir können alles - außer schwäbisch.”

    Heißt das nicht, wir können alles - Außer direkt. ?

  2. Daniel Schuhmann sagt:

    17. Januar 2007 @ 19:56

    Ne, das ist der Spruch von Sproingtours á la ChristianMUC

  3. Alex420-V160 sagt:

    29. Januar 2007 @ 10:10

    Das ist der Spruch von der Konkurrenz, du Spaten! ^^

  4. Sproingtours.com sagt:

    5. Februar 2007 @ 20:06

    Vielen Dank für die Werbung ;)

  5. JeDi sagt:

    19. Februar 2007 @ 23:45

    Bei eurer Route…

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