125 Jahre Nahverkehr in Nürnberg - Teil V
Die Niederflurwagen GT6N und GT8N
Nachdem die Wagen der 200er-Serie in den 90er Jahren sehr alt geworden waren, suchte man nach einem Fahrzeug, um diese Wagen zu ersetzen. Besonders durch den Beschluss von 1994, die Straßenbahn langfristig zu erhalten, war der Wunsch, neue Fahrzeuge zu beschaffen, nun akut geworden.
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Im Jahr 1995 fuhren die ersten dreiteiligen Niederflurfahrzeuge des Typs GT6N in Nürnberg. Gebaut wurden sie bei Adtranz in Nürnberg. Die in Nürnberg als CityBahn bezeichneten Fahrzeuge vom Typ GT6N wurden nur in einer recht kleinen Stückzahl von 14 Exemplaren gebaut.

Ab dem Jahr 1998 wurde eine verbesserte vierteilige Version der CityBahn beschafft. Diese nun vierteilig ausgeführten Züge verfügen über 8 Achsen und werden daher als GT8N bezeichnet.
Genaugenommen ist die richtige Bezeichnung GT8N2, da mit GT8N gewöhnlich die vierteilige Variante des GT6N gemeint ist, wie sie zum Beispiel in Bremen verkehrt. Danke an Christian Lennartz für den Hinweis.
Technisch unterscheiden sie sich durch ein Doppelgelenk in der Wagenmitte, so dass die Züge eigentlich zwei Zweiteiler sind, was ihnen bessere Laufeigenschaften und höheren Fahrkomfort einbringt. Für die Fahrgäste ergeben sich zudem Vorteile durch einen größeren Sitzabstand.


Die Front wurde gegenüber dem GT6N verändert und die Zugzielanzeige abgesetzt, so dass diese nun besser lesbar ist.

Von den Zügen wurden bis zum Jahr 2000 insgesamt 26 Stück gebaut, die auf allen Linien anzutreffen sind. Die GT6N hingegen werden aufgrund des kleineren Platzangebotes nur auf den schwächeren Kursen der Linien 4, 6 und 9 eingesetzt.
Nahezu baugleiche Fahrzeuge fahren auch in München, dort werden sie als R2.2 (GT6N) und R3.3 (GT8N2) bezeichnet. Die GT6N sind aber auch in vielen weiteren Städten anzutreffen.

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